Tierschicksale
Jedes der Tiere auf dem Gnadenhof hat ein Schicksal, eine Biografie, eine Vergangenheit. Diese Geschichten sind sehr oft geprägt von Unverständnis, von Mißbrauch oder von körperlichen und seelischen Schmerzen und können das Verhalten eines Tieres oft verblüffend schlüssig erklären, denn nichts passiert ohne Grund! Und auf dem Gnadenhof lernen die Tiere aufs Neue, dass es Menschen gibt, denen sie vertrauen können.
Wolfshybride

Unser Wolfshybrid Rudel sind Mischlinge aus Wolf und Hund. Diese scheuen Tiere wurden vor einigen Jahren von der Polizei beschlagnahmt, da mit ihnen illegal gehandelt wurde.
Diese Tiere kommen in unserer modernen Gesellschaft leider überhaupt nicht klar und leiden unter starken Stresszuständen.
Auf dem Argenhof haben sie einen tollen Freilauf mit Höhlen und Hügeln, hier können sie im Rudel toben, buddeln und spielen.

Coco
Die junge Hündin ist leider sehr isoliert aufgewachsen und konnte daher kaum ihre Umwelt kennen lernen. Eine junge Familie nahm Coco bei sich auf und stellte schnell fest, dass sie in oft ganz alltäglichen Situationen völlig verunsichert und überfordert war. In Stresssituationen fing Coco dann zu schnappen an und entwickelte einen übermäßigen Schutzinstinkt ihrer Familie gegenüber. Schweren Herzens entschloss sich die Familie, Coco in Erfahrene Hände zu geben. Da Coco ein "Listen-Hund" ist, muss sie einen Wesenstest absolvieren um privat gehalten werden zu dürfen. Unsere Hundetrainerin Sonja übt mit ihr ganz fleißig und sie macht auch schon langsam Fortschritte.

Jamun
Der 7-jährige Rüde wurde als Welpe sehr isoliert gehalten. Aufgrund dieser schlechten Prägungsphase hat Jamun bis heute Probleme in vielen neuen Situationen und ist auch Fremden gegenüber sehr kritisch. Auf dem Argenhof hat Jamun sein neues Zuhause gefunden. Er schätzt die routinierten Abläufe seiner Pfleger und freut sich tierisch über Leckereien und Spielsachen.

Sammy
Der Cocker Spaniel Sammy hat bereits im Welpenalter mehrfach gebissen. Da er zudem eine starke Futteraggression hatte, wussten die Besitzer sich nicht mehr zu helfen und holten sich eine Hundetrainerin hinzu.
Zum Leidwesen von Sammy, wurden durch falsche Trainingsmethoden seine Ängste nur noch mehr verstärkt.
Wir haben den kleinen Sammy vor 5 Jahren aufgenommen und mit ihm seit her viel trainiert. Auf dem Argenhof findet er nun endlich den Frieden, den er sich immer gewünscht hat und konnte lernen, dass es Menschen gibt, die ihn verstehen.

Basira
Diese junge Bordeaux-Dogge kommt aus Spanien. Sie sollte als Dummy, also als lebendige Übungspuppe beim illegalen Training von Kampfhunden benutzt werden. Solchen Dummys werden von brutalen Menschen die Augen ausgestochen, damit sie sich, wenn man die Kampfhunde auf sie hetzt, zwar heftig zur Wehr setzen, bis sie sterben, aber nicht fliehen können. Basira wurde vor diesem furchtbaren Schicksal durch die Hilfsorganisation www.podenco-in-not.de bewahrt, doch konnten ihre stark verletzten Augen auch mit einer Operation nicht mehr gerettet werden. Nun ist sie blind.
Es ist aber erstaunlich, wie schnell Basira gelernt hat, sich zurecht zu finden, und wie vergnügt und unbeschwert sie trotz ihrer Behinderung mit anderen Hunden spielt. Heute hat Basira - nach einer Reise über Zürich und den Vierwaldstättersee nach Deutschland - ein neues und endgültiges Zuhause bei Christiane Rohn (und der Dackelhündin Sien) gefunden.

Wolfsmischling "Mantou"
Mantou ist ein 8-jähriger Mischling zwischen Wolf und Husky. Leider wird es in Deutschland immer mehr Mode, solche Hybriden zu halten, obwohl sie wesentlich scheuer als Hunde sind. Auch Mantou tut sich in unserer modernen und technisierten Gesellschaft schwer und leidet unter Stresszuständen, deshalb lebt er auf dem Argenhof. Hier hat er viel Platz zum Rumtoben, Menschen, denen er vertraut und die Ruhe die er benötigt.

Gerry
Gerry, ein 9-jähriger kastrierter Schäferhundrüde, ist aus einem Tierheim zu uns gekommen, da dort, außer einer ehrenamtlichen Helferin, niemand an ihn hinkam. Die Verzweiflung im Tierheim war so groß, dass Gerry die Einschläferung bevorstand. Seit Gerry auf dem Argenhof lebt, genießt er seine täglichen Spaziergänge und Spielstunden im Freilauf und er macht große Fortschritte im Wiederaufbau von Vertrauen zu Menschen. Gerry ist eine wunderbare Hundepersönlichkeit und es macht besondere Freude mit ihm zu arbeiten.

Robin
Robin ist ca. 2001 geboren und kam auf den Argenhof, weil er in einem Tierheim nur schwer zu handeln war. Dort wurde er abgegeben, weil er seine eigene Besitzerin auf dem Trainingsplatz gebissen hat. Robin ist ein wunderschöner Mischlingsrüde, mit viel Ausstrahlung. Wenn er einem Menschen vertraut, ist er ein Freund fürs Leben, nur mit Härte und Druck kommt er überhaupt nicht klar. Er hat viele Menschen bei uns, die sich um ihn kümmern und mit ihm spazieren gehen, auch die Fährtenarbeit macht ihm Freude. Hundeplatzatmosphäre stresst ihn allerdings etwas.

Sugar
wurde von Ihrem Besitzer eingezogen, da er keine Hundesteuer bezahlt hat.
Sie liebt jegliche Art von Beschäftigung, aber die Gerätearbeit macht ihr ganz besondere Freude. Eigentlich wäre sie so gerne ein richtiger Rettungshund!

Bobby
der 13-jährige Appenzeller-Schnauzer-Mischling kam ebenfalls aus einem anderem Tierheim zu uns, da er dort als sehr gefährlich eingestuft worden ist. Auf dem Argenhof zeigt sich Bobby unproblematisch, nur Fremden gegenüber ist er kritisch. Bobby liebt es in der Argen zu baden und ist ein fröhlicher und aufgeweckter Hund.

REX
Hallo... ich heiße Rex und bin ein knuffeliger 14 Jahre alter Schäferhund-Chow-Chow-Mix.
Ich will ja nicht jammern, aber ich bin schon viel zu lange im Tierheim. Ich weiss ein wenig bin ich es ja auch selber schuld? Denn ich habe dort meistens die Leute aus dem Zwinger heraus angebellt und somit abgeschreckt. Aber, wenn ich draußen mit meiner Patin unterwegs bin, freue ich mich des Lebens und bin ganz brav, mache „Sitz“ , gehe bei Fuß, warte an den Übergängen, verstehe fast jedes Wort und jeden Befehl, (ja, ja ich prahle ... aber was sein muss, muss sein...), gebe gerne Pfötchen und wenn es mir so richtig gut geht, wälze ich mich im Gras und schnurre... ich weiß jedoch hundertprozentig, dass ich ein Hund und keine Katze bin. Auch im Wasser fühle ich mich pudel...ähh...SH-Chowchowmässig-wohl, wenn ich einen Bach oder See entdecke, laufe ich so schnell - ich kann ins kühle Nass und bade.
Bei den meisten meiner Artgenossen und auch an Katzen gehe ich souverän vorbei. Nur ab und zu, wenn mir ein Hund nicht passt, dann belle ich ihn, mal kurz um mich vorzustellen, an. Bei Radfahrern und Joggern bin ich ganz gelassen, nur vor großen und sehr lauten Lastwagen habe ich ein wenig Angst und zucke zurück. Bei Kindern bin ich abwartend, möchte mit ihnen aber nicht unbedingt mein neues Zuhause teilen. Am besten würde mir ein Einzelplatz bei einer alleinstehenden, hundeerfahrenen Dame gefallen, die jeden Tag gerne mit mir spazieren geht, mich versorgt, die ich beschützen kann und die für mich da ist.
Ich habe in meinen ersten Lebensjahren, bevor ich ins Tierheim kam, schlechte Erfahrungen mit Menschen machen müssen und da ich danach bei Männern oft sehr zickig war und auch schon mal geschnappt habe...ja ja ich geb es ja zu, es war nicht sehr nett von mir, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen, wenn sie mich einfach so, ohne mich zu kennen streicheln wollten, also hat man mich zur Frau Rohn, der „Hundeflüsterin“ nach Amtzell in Baden-Württemberg zur Therapie auf ihren Hof gebracht.
Hier ist es wunderschön, ich geniesse die Spaziergänge in der tollen Landschaft und trainiere oft...und doch habe ich solch eine Sehnsucht...SEUFZ... Hier bin ich z. Zt. auch noch und habe inzwischen gelernt, dass die Menschen es gut mit mir meinen, dass ich keine Angst zu haben brauche und mich nicht durch schnappen verteidigen muss, wenn mich ein Fremder plötzlich streicheln möchte. Hier trainiert man mit mir und bringt mir vieles bei. Frau Christiane Rohn und meine Pflegerin Marion sind sehr zufrieden mit mir! Meine Patin aus Aachen besucht mich alle paar Wochen hier in Amtzell, wir gehen spazieren und sie freut sich, wenn ich wieder Fortschritte gemacht habe. Alle meinen, wenn man mir Zeit gibt und mich näher kennen gelernt hat, dann merkt man, dass ich eigentlich ein verschmuster Hundeherr bin und in Ruhe meine letzten Jahre verleben möchte. Mein größter Wunsch ist es ...endlich noch mal eine Chance zu bekommen...
Ich warte hier auf ein schönes, ruhiges Plätzchen bei einem lieben Frauchen, ich gebe die Hoffnung nicht auf und träume davon! Ich will mir auch ganz viel Mühe geben! Pfote Rex!
Nähere Auskünfte über mich, erteilt gerne meine Patin: Margret Franke Tel. 02471/132562. Ich freue mich schon auf Ihren Besuch und einen Probespaziergang!
(Das Internet befindet sich im Aufbau, die Anzahl der Tiere wird in den folgenden Monaten kompletiert)
"Ein sicherer Platz auf unserer Arche
für Tiere aus der Not"
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Samstag, 17.11.2012
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